BLOG - Messingformguss für eine Pendeluhr aus CAD Daten gewonnen

Projekt Pendeluhr "Luctor et Emergo"

Das Prinzip der Pendeluhr wurde von Galileo Galilei in seinen letzten Lebensjahren um 1640 erdacht. Aber erst sein Sohn Vincenzo setzte die Theorie seines Vaters, so weit wie es ihm möglich war, in die Praxis um.


Teil des Ziffernblatt aus Messingguss "Luctor et Emergo"

Abb.1

Ziffernblatt aus Messingguss für die Pendeluhr

Diese Uhr funktionierte aber leider nicht. Beinahe zur zeitgleich beschäftigte sich Christiaan Huygens mit der Theorie und Bauart der Pendeluhr. Ihm gelang es, die erste funktionsfähige Pendeluhr zu konstruieren.


CAD Konstruktion für das Gussverfahren "Verlorene Form"

Computer unterstüztes Konstruieren eignet sich hervorragend zu Erstellung individueller Objekte, da die erzeugten Daten in Verbindung mit einem 3D Drucker präzise in ein physisches Objekt umgewandelt werden.
Eine "Verlorene Form" ist eine Gussform, die nach dem Guss zerstört werden muss, um das Gussobjekt zu entformen. Dieses Verfahren zeichnet sich durch eine sehr hohe Detailgenauigkeit aus.

Abb.1 ist so aus den vorgenannten Schritten entstanden und zeigt großes Potential, da diese Techniken miteinander harmonieren.

Im Jahre 1657 setzte Meister Salomon Coster diese Theorie praktisch um. Im Rijksmuseum von Leiden ist diese Uhr zu bewundern. Sie hat eine Gangabweichung von ca. 10 Sekunden pro Tag.


Ein präzises Pendeluhrwerk aus Messing wird verbaut

Pendeluhrwerk aus Messing

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